Die Ruder-Weltmeisterschaften finden in diesem Jahr vom 29. Oktober bis 7. November am Lake Karapiro (Neuseeland) statt. Insgesamt gehen 49 Nationen an den Start und es werden an den 8 Tagen knapp 60.000 Zuschauer erwartet. Weitere Informationen zur WM findest du hier

 

Ruder WM 2010 Zeitplan

WM in Lake Karapiro/Neuseeland
(31. Oktober - 7. November 2010)


Achter:
Vorlauf: Dienstag, 2. November, ab 0.23 Uhr
Hoffnungslauf: Donnerstag, 4. November, 3.03 Uhr
Finale: Sonntag, 7. November, ab 3.38 Uhr


Vierer ohne Steuermann:
Vorlauf: Sonntag, 31. Oktober, ab 22.53 Uhr
Hoffnungslauf: Mittwoch, 3. November, 0.45 Uhr
Finale: Freitag, 5. November, 3.03 Uhr

Zweier ohne Steuermann:
Vorlauf: Sonntag, 31. Oktober, ab 23.47 Uhr
Hoffnungslauf: Dienstag, 2. November, 0.05 Uhr
Halbfinale: Donnerstag, 4. November, 23.53 Uhr
Finale: Samstag, 6. November, 3.18 Uhr

Zweier mit Steuermann:
Bahnverteilungsrennen: Dienstag, 2. November, 23.35 Uhr
Finale: Samstag, 6. November, 2.03 Uhr

Ruder-WM Lake Karapiro - Kleines Finale Vierer-ohne Drucken
Geschrieben von: Hansjörg Käufer   

   Alle Fotos: Hansjörg Käufer

Freitag der 5.11. war der erste von drei Finaltagen bei der diesjährigen Ruder-WM in Neuseeland. Bislang boten die freundlichen und fleißigen Organisatoren für Athleten, Betreuer, Zuschauer und Medien ein perfektes Umfeld. Es fehlte an nichts, an alles war gedacht. Eines konnte der sympathische Stab um OK-Chef Tom Majo jedoch nicht beeinflussen: das Wetter.

Zu den morgendlichen B-Finals wühlte ein böiger Wind in die 2km lange Strecke am Lake Karapiro. Wellen und Wind mögen die Ruderer gar nicht. Wenn es dazu in unterschiedlicher Stärke aus unterschiedlichen Richtungen bläst wird es besonderes schwierig. Genau mit diesen Bedingungen musste sich der deutsche Vierer-ohne mit Urs Käufer, Jochen Urban (Krefeld), Florian Eichner (Halle und Rene Bertram (Magdeburg) und ihre Gegner aus China, Kannada, Australien, den Niederlanden und Spanien, im Kampf um die Plätze sieben bis zwölf, auseinandersetzen.

Nach der Enttäuschung im Hoffnungslauf, als sie auf den letzten Metern von einem Finalplatz verdrängt wurden, wollten die Männer von Trainer Klaus Ritter (Halle) sich und dem Publikum ein gutes Rennen bieten. Der unberechenbare Wind verhinderte allerdings ein vernünftiges Rudern. In allen Booten hatten die Athleten mit den schwierigen Verhältnissen zu kämpfen. Immer wieder sah man Ruderblätter an eine Schaumkrone krachen, oder in einem Wellental hängen bleiben. "Das Rennen war ein Lotterie heute" schimpfte Bugmann Rene Bertram hinterher. Bei weitem nicht von Fehlern frei, kam der deutsche Vierer in diesem Rennen noch relativ gut zurecht. 0.56 sec hinter den Männern aus Australien wurde es der zweite Platz, was in der Endabrechnung Platz acht bedeutet.

Zuvor ruderten mit Ausnahme von Kanada alle Boote sehr dicht beieinander. Mehrfach wechselte die Führung. Auf den letzten Metern konnten sich Käufer und Co. zusammen mit den Australiern etwas absetzen, wobei die Ruderer aus down under letztlich über besseren Reserven verfügten.

 

"Wir sind heute nie richtig ins Rennen gekommen, immer wieder kippte unser Schiff mal nach Steuerbord oder Backbord" analysierte der Ulmer das Rennen, "aber das soll keine Entschuldigung sein, unsere Gegner hatten die gleichen Probleme." Wenig erfreulich fiel sein WM-Fazit aus: "Wir hatten als Europameister natürlich eine Medaille im Visier. Hier haben uns einige Mannschaften Probleme bereitet die wir bei der EM gut im Griff hatten".

Lange mit dem verkorksten Ergebnis aufhalten will sich Käufer nicht. Sein Blick geht nach vorne. Nach einer kleinen Pause geht es Mitte November wieder voll ins Training. Bis zum großen Ziel, den Spielen in London, bleiben gerade mal 21 Monate. Am Samstag und Sonntag wird er sich die restlichen Finals ansehen und seinen Clubkollegen im Zweier-ohne der Frauen und im Achter die Daumen drücken.

Zuletzt aktualisiert am Samstag, den 11. Dezember 2010 um 22:56 Uhr