Rudern Aktuell
- Vorsicht Gigdoppelachter!
- London 2012 – 200 vor und 100 zurück
- Eglisau – keiner zwingt Euch! Oder?
- Es grünt so grün
- Es war noch nie so schön – Bocksbeutelregatta 2011
- Wind oder kein Wind - Roseninsel-Achter 2011
- Das Blaue Band vom Wörthersee 2011
- Yellow Submarine
- London 2012 – Wir kommen!
- Das Märchen von der gefährlichen Brücke
- Die Reichsgräfin und die Tümpelkröte – Elbepokal 2010 in Dresden
- Die Fahrkarte bitte - Bocksbeutelregatta 2010
- Dickschiffhelden - Rheinmarathon 2010
- Die Alpen, der Achter und der Pokal
- Lianesen, Normannen und Piraten - Das Blaue Band vom Wörthersee 2010
- Was? Doping und andere Hilfsmittel für Ruderer
- Inn-River-Race 2010 – URCD am Start mit Achter und Doppelvierer
- Stauabsenkung: Kiesbänke unterhalb der Eisenbahnbrücke
- ZUL007 - Lizenz zum Rudern
- Kaltes Wasser - Wie du deine Überlebenschance vergrößerst
- Blaues Wunder als Saisonabschluss
- We are against you – Bocksbeutelregatta auf dem Main in Würzburg
- Der Alpen-Achter-Pokal. Ein alpenländisches Epos in 3 Akten
- Einer mit drei Steuerleuten - Rudern im Kinderzimmer
- Wer schmückt sich denn hier mit fremden Federn??
- "Die Wand ist duach" – Das Blaue Band vom Wörthersee
- Bilder vom Nabada 2009
- Bei Wind und Wetter auf der Donau - Portrait
- Gardalonga - die kleine Schwester der Vogalonga
- Zwei Abiturientinnen geben auf der Donau den Ton an
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Rudern gehört zu den gesündesten Sportarten und sorgt für viel Entspannung.
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Vor über vierzig Jahren war das. Ihre größten Erfolge waren zwei sechste Plätze im Doppel-Vierer bei der Europa- und Weltmeisterschaft 1968. Auch einen Deutschen Meistertitel konnte sie damals nach Ulm holen. Traum von Olympia Mit 21 Jahren hatte sie bereits mit dem Rudern begonnnen, zunächst saß die junge Leistungssportlerin im Rennkajak, später im Doppel-Vierer. Sie brachte hervorragende Voraussetzungen für diesen Sport mit, sagt Gudrun, weil sie sich beim Kunstturnen über viele Jahre eine gute Körperbeherrschung angeeignet hatte. Bei den Olympischen Zielen zu starten war ihr großer Traum; er bleibt allerdings unerfüllt, weil das Frauenrudern erst 1976 olympisch werden sollte, bedauert sie. Unser Gespräch unterbricht Sabine, Mitte 20, die die Halle betritt. Sie erzählt, dass sie sich diesen Tag freigenommen habe, um zusammen rudern zu können. Das gefällt Gudrun, über ihr Gesicht fliegt ein kurzes Lächeln. Nicht ohne Grund:Die 64-Jährige leitet seit Jahren Ruderkurse für Anfänger und Fortgeschrittene. Gerne gibt sie ihr Wissen an andere weiter. Die erfahrene Ruderin betont, dass es sehr wichtig sei, die Technik des Ruderns zu erlernen. Dabei komme es weniger auf den Einsatz von Kraft an, die man zum Rudern brauche, sondern auf gleichmäßiges Rudern. |
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Gerade bei Anfängern – und sie unterrichtet Jung und Alt – geht sie mit Methode vor. Zuerst geht es hinunter zum Floß, damit der Neuling ein Gefühl fürs Wasser und fürs Boot bekommt. Erst danach begibt sich der Anfängeraufs Boot. Dabei wird er von drei erfahrenen Ruderern begleitet, sodass auch schnell „Erfolgserlebnisse“ zu verzeichnen sind, wie Gudrun hervorhebt. Insgesamt zwölf Unterrichtseinheiten stehen damit auf dem Programm, am besten solle der Neuling zwei Mal pro Woche trainieren, empfi ehlt sie. Vom Anfänger kann er dann aufsteigen zum Fortgeschrittenen und erhält einen F-Schein, mit dem er sich selbstständig auf der Donau bewegen kann. Trotzdem findet der Fortgeschrittene in Gudrun weiterhin eine Ansprechpartnerin vor Ort und kann so den Kontakt zum Ruderclub pflegen. Fast jeden Tag in der Woche bietet Gudrun ihr Rudertraining an. Die ehemalige Postbeamtin sieht in ihrem Engagement beim Ulmer Ruderclub Donau auch einen gesellschaftlichen Sinn. „Der Sport bringt die Jugendlichen von der Straße“, erklärt sie. Doch wo bleiben die anderen Ruderer? Gudrun bleibt gelassen, auch in der eisigen Kälte, und plötzlich betreten zwei junge Männer die Bootshalle. Es ist drei Uhr, der Doppel-Vierer ist voll. Es folgt ein kurzes „Hallo“, und dann geht alles ganz schnell. Gudrun meldet ihre Bootsnutzung beim Computer an, die Skulls werden ausgesucht und dann tragen alle vier das Boot gemeinsam zur Donau hinunter. |
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| Mit langsamen, bedächtigen Bewegungen drehen sie das rund zehn Meter lange Boot um 180 Grad und setzen es vorsichtig aufs Wasser. Die Vorfreude ist zu spüren. Noch überwiegt jedoch die Konzentration. Denn eines haben sie noch vor sich: die Wende. Gudrun stößt, nachdem die anderen drei ins Boot eingestiegen sind, das Boot mit ihrem Fuß vom Ufer ab. Ungefähr zehn Meter rudert der Doppel-Vierer, und dann, inmitten des Flusses, der auf einmal als mächtiger Strom erscheint, ertönt Gudruns kurzes, scharfes Kommando. Alle vier stellen sofort ihre Skulls quer zur Strömung. Das Boot dreht sich in wenigen Sekunden rasant um die eigene Achse. | ![]() |
| Das Manöver glückt, der Doppel-Vierer befindet sich nun in der gewünschten Fahrtrichtung, auf den Gesichtern macht sich Erleichterung breit. Der Ruderspaß kann beginnen. Wie gesund ist das Rudern? Dabei investiert der Ruderer auch viel in seine Gesundheit. Auf alle Hauptmuskel-gruppen wirkt sich das Rudern positiv aus. Beine, Arme, der Bauch und Rücken werden schonend beansprucht. Zudem fördert das Rudern den Kreislauf. Gudrun weiß um diese gesundheits-förderlichen Aspekte ihres Sports. Die erfahrene Ruderin betont, dass auch die Gelenke nicht belastet werden wie bei vielen anderen Sport-arten. Verletzungen sind wohl selten, nach Untersuchungen von Krankenkassen zählt das Rudernzu den gesündesten und ungefährlichsten Sportarten. | ![]() |
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Allerdings ist das Rudern auf der Donau nicht ohne Risiko. Bei Niedrigwasser muss Gudrun die Kieselbänke umfahren, bei Hochwasser stellen Wasserstrudel an Brückenpfeilern eine Gefahr dar. Im Winter kann bei Wiblingen die Donau zufrieren. Schnell sitzt der Ruderer dann im Eis fest. Gudrun kennt das gut, vor Jahren war ihr das einmal passiert. „Eine Viertel Stunde lang hing ich fest und kaum hatte ich mich aus dem Eis befreit, blies der Ostwind mich wieder hinein“, erzählt sie. Das spielt jetzt aber gar keine Rolle; zusammen mit ihrem Ruderteam fährt sie auf der Donau und genießt ihren Sport – ob bei 30 Grad im Sommer oder bei null Grad im Winter.
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