URCD
Gold-Trainer Steinle feiert 70. Geburtstag Drucken
Geschrieben von: SÜDWEST PRESSE Ulm vom 10.2.2010   

Kraft-Otto "Bago" Steinle wird heute 70. Rudern ist ein wichtiger Teil seines Lebens, aber der Trainer des Ulmer Gold-Vierers hat noch mehr Leidenschaften.

Sein Vater Heinrich war Trainer beim Ulmer Ruderclub Donau (URCD), die älteren Brüder Hanno und Jörg ruderten - der Weg für Bago Steinle war 1953 vorgezeichnet. Der Sport hat ihn bis heute nicht losgelassen: Mehrmals in der Woche sitzt er im "AH-Achter", natürlich auf der Schlagpostion.

Vollständiger Artikel

Zuletzt aktualisiert am Donnerstag, 11. Februar 2010 um 07:02 Uhr
 
Video: Urs Käufer und der Deutschlandachter in Ulm Drucken
Geschrieben von: Jörg Haußer   


Video mit Urs Käufer und dem Deutschlandachter auf der Donau (inkl. Geburtstagswünsche)

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Wenn das folgende Video nicht automatisch startet, dann einfach dem Link unten folgen und dort im Suchfenster den Suchbegriff "Ruderclub" eingeben:

Video von Regio TV Ulm von der Baustelle mit dem Deutschlandachter kurz am Anfang und am Ende

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Zuletzt aktualisiert am Freitag, 20. November 2009 um 13:49 Uhr
 
Das Festwochenende hat begonnen Drucken
Geschrieben von: Jörg Haußer   


Der Deutschlandachter und die WM-Vierten im Frauen Zweier ohne 2009 in Ulm bei der ersten Station in Ulm, der Brauerei Gold Ochsen mit ihrer Gastgeberin Ulrike Freund

Das lange Festwochenende in Ulm hat begonnen. Erster Termin im Kalender der Gäste, dem Deutschlandachter und amtierenden Weltmeister mit seinem Trainer Ralf Holtmeyer, die WM-Vierten und deutsche Meister im Frauen Zweier ohne, Marlene Sinnig und Kerstin Hartmann mit ihrem Trainer Werner Nowak sowie der jetzige Dortmunder und frühere langjährige Ulmer Trainer, Christian Viedt, war die Ulmer Traditionsbrauerei Gold Ochsen. Das Motto: Gold zu Gold gesellt sich gern - flüssiges Gold zu WM-Gold.

Geschäftsführerin Ulrike Freund und ihr Team zeigten den Ruderern aus dem Nationalteam, wie Bierbrauen in Ulm geht: traditionell, immer frisch, nah am Kunden. Die Nähe zum Kunden, hier speziell zum Deutschlandachter, ist im Moment eher noch eine Fernbeziehung d.h. NRW und speziell Dortmund sind noch ein weißer Fleck im Auslieferungsgebiet der Brauerei, das bisher eher auf Baden-Württemberg und das bayerische Schwaben begrenzt war.

Die Nummer 7 im Deutschlandachter, Toni Seifert, versprach, er werde sich diesem Problem annehmen. Von Filip Adamski kam die Anregung, einfach eine Brauerei in Dortmund aufzumachen, dann hätte Ulrike Freund dort sozusagen ihre erste Gold Ochsen Stammkundschaft.

Der weitere Terminplan ist dicht gedrängt: am Samstag Morgen um 8 Uhr geht's zum ersten Mal auf's Wasser der Donau für den Deutschlandachter. Da der Steuermann, Martin Sauer, erst im Laufe des Samstags in Ulm eintrifft, ergibt sich für die Ulmer Steuerfrau, Sophie Steinle die Gelegenheit, auch dem Deutschlandachter zu zeigen, wo's in Ulm auf der Donau entlanggeht.

Am Samstag von 12 bis 13:30 Uhr macht der Deutschlandachter Station bei der Sparkasse Ulm in der Neuen Mitte, Gelegenheit für alle Interessierten, die Jungs aus dem deutschen Flaggschiff ganz aus der Nähe zu erleben und dazu ein Autogramm von jedem als Beute mit nach Hause zu nehmen.

Danach geht's sofort zurück zum Bootshaus des Ulmer Ruderclubs, wo um 14 Uhr in Anwesenheit des Ulmer Oberbürgermeisters Ivo Gönner und des Neu-Ulmer Oberbürgermeisters Gerold Noerenberg die Grundsteinlegung für das neue Ruderleistungszentrum des Ulmer Ruderclubs feierlich begangen wird.

Wieviel Raum für eine weitere Trainingseinheit für den Deutschlandachter ist, wird abzuwarten sein, denn am Abend steht mit der Jahresabschlussfeier des URCD der nächste Termin an. Hier sind die Ruderer aus dem Nationalteam mit ihren Trainern äußerst willkomene Gäste. Kein Wunder, dass bereits mehr URCD-Mitglieder ihr Kommen zugesagt haben wie in den Vorjahren.

Zuletzt aktualisiert am Sonntag, 15. November 2009 um 18:52 Uhr
 
1999 - URCD komplett überflutet Drucken
Geschrieben von: Jörg Haußer   


Vor genau 10 Jahren, am Pfingstsamstag, den 22. Mai 1999, kam, was niemand in Ulm und besonders in Neu-Ulm für möglich gehalten hatte: ein Jahrhunderthochwasser. Hochwasser, das gab's höchstens woanders in den Nachrichten und wenn schon in Ulm, dann mal in geringerem Umfang im Fischerviertel. Und die Neu-Ulmer waren höchstens staunende Beobachter.

Die Donau führte viel Wasser, drei bis vier Stufen der Treppe zum Floß schauten am Samstag Abend aus dem Wasser heraus, bis oben war die Donau beim URCD noch nie gekommen. Dass doch etwas nicht in Ordnung sein könnte, begann mit einem besorgten Anruf der Wirtin in der Gaststätte im URCD, Frau Cviko beim Vorsitzenden, Michael Leibinger, in der Nacht vom 22. zum 23. Mai, dem Pfingstsonntag.

Alle schnell erreichbaren Mitglieder kamen mit dem, was man als hochwasserunerfahrener Ulmer so mitnehmen würde: Eimer, kleine Elektropumpen, Putzlumpen etc. Von den Behörden kam als Zwischenbericht vom Oberlauf der Iller, dass der Pegel Kempten nicht mehr steigen würde. Irgendwann fuhr aber dann doch die Polizei durchs Neu-Ulmer Villenviertel beim URCD und gab Frau Cviko den Tipp, wichtige Sachen und Unterlagen in den (nicht vorhandenen) ersten Stock zu bringen. Aber es war ja dunkel.

Das Wasser kam immer näher: in der Kegelbahn drückte es bereits in geringem Umfang aus der Wand und den Lichtschächten, so dass zunächst die Putzlumpen als geeignetes Gegenmittel erschienen. Hätte man den wirklichen Umfang des Hochwassers abschätzen können, hätten zu diesem Zeitpunkt alle heimgehen und schlafen können und den URCD in Ruhe absaufen lassen können. Kein Ausweichen gab es für die Wirtsfamilie Cviko im Bootshaus. Sie verlor alles, was sich nicht einen Meter über dem Boden befand. An der Holzverkleidung der Umkleide sieht man bis heute den endgültigen Wasserstand, der eigentlich gar nicht hoch war, aber ausreichte, um die Kegelbahn und die Heizung im Untergeschoss zu zerstören. Das meiste Wasser hatte das Bett der Iller schon deutlich vor der Illerspitze verlassen und sich seinen Weg über Felder und Gärten nach Neu-Ulm gesucht.

Im Winter und Frühjahr 1998/99 war die Gaststätte des URCD komplett umgebaut worden mit einem neuen Parkettboden, der also zu Beginn seines "Lebens" gleich den Hochwassertest machen musste. In den Bootshallen waren zum Anrudern 1999, also kurz vor dem Hochwasser, die neuen roten Rolltore an den Bootshallen eingebaut worden. Hätte man vor dem Hochwasser also die neuen Rolltore geöffnet, um das Hochwasser hereinzulassen, wäre den Toren nichts passiert. So aber wurde die Torelektronik an der Unterkante vom Wasser unbrauchbar gemacht.

Dass sich Hochwasser und Strom nicht besonders gut vertragen, war allen bewusst. Deshalb wurde bald die Generalsicherung im URCD ausgebaut. Die Stromversorgung der SWU war im Prinzip aber immer noch voll verfügbar. Am Sonntag Morgen war der Stromverteilerkasten der SWU am Radweg von der Bootshausstraße zur Adenauerbrücke noch voll unter Saft, es dampfte richtig aus dem Inneren heraus.


Im URCD war morgens am Pfingstsonntag Wachwechsel: die einen hatten das Hochwasser hereingelassen, die anderen passten ab dem Morgen auf das Hochwasser auf. Jetzt war bei Tageslicht der volle Umfang zu sehen. Alle Boote in den Rolllagern der Bootshallen wurden umgelagert, die Rennboote in Böcke und die Gigboote aufs Wasser ausgelagert d.h. auf dem Bootsplatz schwimmend einfach am Zaun des Tennisplatzes angebunden, zu sehen auch auf dem Luftbild mit URCD, Adenauerbrücke und DLRG inmitten einer riesigen Wasserlandschaft.

Was macht man, wenn ringsherum Wasser ist und man zufälligerweise Zugriff auf ein Ruderboot hat – man rudert. Im Doppelvierer "100", der Jahre später ein Opfer des DLRG-Floßes wurde, ging's vom Bootsplatz an der Umkleide vorbei zur Gaststätte, nach einer Wende zurück und durch den Durchgang zwischen Umkleide und Bootshalle weiter zum Parkplatz.


Da nicht nur der URCD überflutet war, sondern die ganze Neu-Ulmer Weststadt, ergab sich ein ganz neues, ungewohntes Betätigungsfeld. Kurz entschlossen ging's mit der "100" raus auf Bootshausstraße und Schießhausallee. Doch hier war schnell Schluss: die Neu-Ulmer Schützenstraße hatte sich in einen reißenden Fluss verwandelt. Vom Atlantis her, das noch ganz neu war, ergoss sich das Hochwasser immer schneller hin zum tiefsten Punkt der Schützenstraße bei der Eisenbahnunterführung. Dieser ungewöhnliche Ausflug ist auch in der Bildergalerie dokumentiert.

So schnell wie das Pfingsthochwasser 1999 gekommen war, so schnell war es auch wieder weg. Schon einen Tag später am Pfingstmontag, den 24. Mai, war der Spuk schon wieder vorbei, aber der Dreck war noch da. Beim Aufräumen zeigte sich, dass eine relativ glimpfliche Notsituation für einen Verein auch als positives Gemeinschaftserlebnis erlebt werden kann - die Stimmung war trotzdem gut.

Wenn das Wörtlein wenn nicht wär: Der URCD ist zwar ein württembergischer Verein und in Baden-Württemberg gab es damals noch als Pflichtversicherung die staatliche Gebäudebrandversicherung, die Hochwasserschäden mit abgedeckt hat. Das Bootshaus liegt nun aber mal im Freistaat Bayern, in dem es diese Versicherungspflicht nicht gab. Letztendlich bedeutete der finanzielle Schaden des URCD, dass die geplante Aufstockung der Gaststätte nicht mehr ausgeführt werden konnte. Ironie des Schicksals: der URCD-Vorstand hatte im Frühjahr 1999 bei einer Versicherung angefragt, was eine Hochwasserversicherung für das Bootshaus kosten würde. Zu ihrem Glück hat aber die Versicherung die Anfrage nicht beantwortet, sonst hätte der URCD mit nur einer Versicherungsprämie gleich den vollen Versicherungsschutz gehabt.

Was haben die Behörden daraus gelernt? Dass mit einer rechtzeitigen Vorwarnung der Bevölkerung und einer genügenden Vorlaufzeit geeignete Maßnahmen ergriffen werden können, um die Stadt Neu-Ulm zu schützen. Beim nächsten Hochwasser 2005 hätte die Donau wieder den URCD "besucht", wenn nicht der Sandsackwall am Ufer die Donau zurückgehalten hätte. Dieser Sandsackwall verlief 2005 parallel zu der Stelle, an der in der Zwischenzeit die Hochwassermauer in Neu-Ulm entstanden ist.

Wenn alles gut läuft, sitzen wir beim nächsten Jahrhunderthochwasser im URCD bei einer entspannten Hochwasserparty, weil die Hochwassermauer die Donau komplett abgehalten hat und auch sonst kein Grundwasser irgendwo zum Vorschein gekommen ist.

Zuletzt aktualisiert am Samstag, 30. Mai 2009 um 12:04 Uhr
 
Vriezenveen Harmonie - das holländisches Blasorchester paddelt am 1.Mai auf der Donau Drucken
Geschrieben von: Michael   

Die holländischen Gäste der JUNGEN BLÄSER PHILAHAROMIE ULM waren am 1. Mai bei herrlichem Wetter zum Paddeln im URCD. Herzlichen Dank an die Steuerleute Wolfgang Luz, Hans-Jörg Stöhr und Florian Schercher, die mit Feuereifer versuchten, den Musikern/innen ein anderes als das gewohnte musikalische Taktgefühl zu vermitteln. Die "Neupaddler" merkten schnell, dass es doch schwieriger ist als angenommen, ein Paddelboot in gleichmäßigem Takt zum Laufen zu bringen.

Zuletzt aktualisiert am Sonntag, 03. Mai 2009 um 10:07 Uhr
 
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