| Der Ruderclub baut auf |
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| Geschrieben von: Ulmer Ruderclub Donau e.V. |
Südwest Presse Ulm vom 27.03.2008Ulmer planen Erneuerung der Vereinsanlage in Neu-Ulm Der Ulmer Ruderclub möchte seine Anlage in Neu-Ulm erneuern. Die Pläne stammen von einem Mitglied: Architekt Josef Seidel. Die Mitglieder haben es nun in der Hand, ob das Millionenprojekt kommt.
Ulm/Neu-Ulm Kaum zwei Kilometer flussabwärts steht dem Ulmer Großverein am anderen Donauufer das Wasser bis zum Hals. Der mehr als 20-mal kleinere Ulmer Ruderclub Donau (URCD) schmiedet dagegen große Pläne. Während der SSV Ulm 1846 in der Friedrichsau am finanziellen Abgrund steht, möchte der URCD sein mittlerweile durch dicke Betonmauern gegen Hochwasser geschütztes Vereinsgelände unterhalb der Adenauer-Brücke am Neu-Ulmer Ufer aufmöbeln. Sofern die Mitglieder mitspielen und einen Grundsatzbeschluss fassen, wird noch in diesem Jahr der Ausbau der Anlage auf den Weg gebracht. Damit nähme der URCD ein Projekt in Angriff, für das zwar noch keine Kostenberechnung vorliegt, das aber bestimmt zwischen einer und zwei Millionen Euro teuer werden wird, wie Kenner der Materie schätzen. Ein erkleckliches Sümmchen für einen Verein, der gerade mal 540 Mitglieder hat. URCD-Vorsitzender Andreas Huber sprach, als am Montag im Vereinsheim die Pläne des Architekten und Vereinsmitglieds Josef Seidel ("Seidel-Architekten") für die Erweiterung präsentiert wurden, unverblümt die Erwartung aus, dass der finanzielle Grundstein mittels einer Sonderumlage gelegt wird. "Jedes Mitglied sollte sich auch entsprechend beteiligen." Die Worte des Vorsitzenden werden auf fruchtbaren Boden fallen, schließlich ist der URCD kein Arme-Leute-Verein, was sich auch darin äußert, dass die Pläne das Ergebnis eines vereinsinternen Architektenwettbewerbs sind. Vier Büros, deren Chefs dem URCD angehören, hatten sich beteiligt. Welcher andere Verein kann auf solche Kompetenzen zurückgreifen? Im Übrigen müsste der URCD selber nur 20 bis 30 Prozent der Investitionssumme aufbringen. 70 bis 80 Prozent kämen als Zuschüsse von der Stadt Ulm und vom Württembergischen Landessportbund (WLSB), sagte Huber, der mehrere Gründe für die Erweiterung nannte: Die Zahl aktiver Ruderer wachse stark - laut Sportchef Raimund Hörmann gehen fast 350 Jugendliche, Frauen und Männer regelmäßig auf die Donau -, vor allem Umkleide- und Sanitäranlagen reichten hinten und vorn nicht mehr aus. Der Ruderclub müsse sich wappnen fürs kommende Jahrzehnt. Rasche Entscheidungen seien zu treffen, denn unklar sei, ob es mit der Sportförderung der Stadt Ulm so weitergehe wie bisher. Wenn auch längst nicht spruchreif, so sei es doch eine Perspektive, dass der URCD Stützpunkt des Landesruderverbands werde. "Dann brauchen wir Tagungsräume, die aber im wesentlichen der Landesverband finanzieren müsste." Dieser Zukunftsmusik kommen Seidels Pläne entgegen. Ausgewählt hat sie eine Jury mit Huber und Hörmann, Gebäudewart Hans-Jörg Stöhr, Neu-Ulms Stadtbaudirektor Ingo Degenhart und Ulms Chefstadtplaner Volker Jescheck. Seidel hat ein Baukastenprinzip entwickelt, das auf bestehende Anlagen aufbaut, ohne großen Verbrauch freier Flächen auskommt und besagten Tagungstrakt unabhängig erst als dritten Baustein vorsieht. Die beiden ersten Bausteine, auf die sich die Schätzung des Millionenaufwandes bezieht, sind zwei Querriegel für Kraftraum und Umkleidetrakt, die auf vorhandene Gebäude gesetzt werden. |
| Zuletzt aktualisiert am Donnerstag, den 03. Dezember 2009 um 08:09 Uhr |


